
Ihr Behandler sollte gut fundierte Kenntnisse und Erfahrungen im „Schmerzmanagement“ haben.
Schmerz ist eine sehr persönliche Erfahrung, ihre Schmerzen sind einzigartig und erfordern auch ein individuelles Therapiekonzept.
Denken Sie auch daran wie lange sie dieser Schmerz schon begleitet, oft sind es schon Jahre ihres Lebens, die er mit geprägt hat. Gehen Sie davon aus, dass eine Beschwerde, die Sie seit 10 Jahren begleitet mit konsequentem Engagement ihrerseits und der beteiligten Ärzte und Therapeuten wahrscheinlich zumindest 1 Jahr benötigen wird, um sich auf zu lösen.
Wissen, Aufklärung, Verstehen bilden die Basis für ihre Heilung.
Mit Wissen, Aufklärung und Verstehen mindern die mit Schmerzen verbundene Bedrohung. Sie werden auch schmerzhafte Aktivitäten durchführen mit geringerer Bedrohung, die vorher beschriebenen Reaktionssysteme werden positiv beeinflusst (z.B. weniger Cortisol und Adrenalinausschüttung). Bewegung verbessert die Gesundheit der Gelenke, der Weichteile, des Kreislauf- und Atemsystems, ist „Nahrung“ für das Gehirn, Nerven, die auch durch Schmerzangst verkümmert sind, können durch Bewegung neu aktiviert werden. Es werden wider Repräsentationen im Gehirn erstellt oder wieder hergestellt.
Ziel ist es dem Chor beizubringen wieder vielerlei Melodien zu singen, wieder kreativ, neugierig und belastbar zu werden.
Prof. Zieglgänsberger, Forscher des Max- Planck-Institutes für Psychiatrie stellte Herbst 2006 neurophysiologische Erkenntnisse vor, aus denen sich bestätigt, dass in unserem Gehirn nur neue positive Erfahrungen alte negative „schmerzhafte“ Erfahrungen und Erinnerungen überschreiben, gelöscht wird das Schmerzgedächtnis nicht, nur viele, viele neue positive Erfahrungen, lassen die schmerzhaften Erfahrungen weniger bedrohlich werden, ihre Repräsentanz im Gehirn wird kleiner und kleiner.
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