
Unser Körper ist von sensiblen, beweglichen Nervenbahnen durchzogen.
Wird diese Beweglichkeit durch Verletzungen, Krankheiten oder einseitige Belastungen wie Computer- oder Montagearbeit beeinträchtigt, kann das Schmerzen auslösen. Selbst hochmoderne Diagnoseverfahren können beschädigte Nerven nicht immer identifizieren. Aber kleinste Nervenprobleme können starke Schmerzen verursachen.
Wo die Nerven selber denken
Im Nervensystem gibt es eine kleine Ausbuchtung, genau dort, wo der Nerv in das Rückenmark eintritt. Hier liegen die Nervenkerne der Nervenzellen und diese Ausbuchtung stellt gewissermaßen ein Minigehirn dar: Es ist der erste Ort im Körper, wo Mitteilungen aus dem Gewebe ausgewertet werden können. Man könnte auch sagen, dass es der einzige Ort außerhalb des zentralen Nervensystems, wo wir denken.

Jede Schmerzerfahrung ist eine ganz normale Reaktion auf etwas, das ihr Gehirn als Bedrohung ansieht.
Die Intensität von Schmerzen steht nicht unbedingt im Verhältnis zum Ausmaß der Schädigung des Gewebes. Die Botschaft wird im Gehirn verarbeitet und wenn Ihr Gehirn beschließt, dass sie in Gefahr sind, wird es Schmerzen produzieren.
Wichtig ist, dass die anfängliche Entzündungsreaktion des Gewebes die Heilung begünstigt.
Die Gewebeheilung hängt von der Blutversorgung ab und von der Beanspruchung der betroffenen Gewebe. Während einer Entzündung bevorzugt das Gewebe Schonung, nicht unbedingt Ruhe, um sich auf die Ausheilung konzentrieren zu können und bleibende Schäden oder Schmerzen zu vermeiden.
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