
Muskeln werden oft für Schmerzen verantwortlich gemacht.
Man denkt an eine Zerrung, wenn man Muskelschmerzen hat. Was ist wichtig bei Muskelschmerz? Muskeln haben viele Sensoren, die leicht und ganz erheblich zu einer Schmerzerfahrung beitragen können. Muskeln können zu kurz und zu angespannt sein oder zu schwach werden, besonders wenn sie zuwenig gebraucht werden oder wenn sie immer wieder auf eine ähnliche Art und Weise benutzt werden, die für sie wirklich nicht geeignet sind. Einen Muskel ernsthaft zu verletzen ist schwierig, da er sehr gut mit Nährstoffen und Sauerstoff versorgt wird.
Es kann zu einem Säurerückstau kommen und manchmal können neue Bewegungsübungen einen verspäteten Muskelschmerz ungefähr 8 Stunden nach einer Aktivität auslösen.
Diese Schmerzen können auch ein paar Tage anhalten. Das kann sehr beunruhigend sein. Zu diesem verspäteten Muskelschmerz kommt es häufig, wenn Muskeln in der Verlängerung angespannt werden (sog. Exzentrische Muskelarbeit). Im Allgemeinen sind die Muskeln sehr reaktionsfähig und dehnbar. Wie gesagt Muskeln habe eine hervorragende Blutversorgung, das hilft, dass sie nach Verletzungen sehr schnell ausheilen. Haben Sie sich jemals an der Zunge verletzt? Dann haben Sie wahrscheinlich auch erlebt, wie schnell diese Verletzung ausgeheilt ist. Die Zunge besteht aus Muskulatur und ist beim Essen und Sprechen sehr wichtig.
Wenn wir uns verletzen und bedroht sind, verändert sich unsere Muskelaktivität als Teil unserer Reaktionsantwort.
Kurzfristige Veränderung der Muskelarbeit ermöglichen Flucht, Stabilisierung oder kurzfristig erhöhte Leistungsfähigkeit. Langfristige Veränderung der Muskelarbeit erhöht ohne entsprechenden Ausgleich die Tendenz des Muskels sich zusammenzuziehen und zu verkürzen. Dann fühlen sie sich steif an. In dieser Situation kommt es zu einen Anstieg von Säuren. Die Schultern fangen z.B. an weh zu tun, Rückenschmerzen ziehen die ganze Wirbelsäule hinauf, Nackenschmerzen dehnen sich bis über ihren Hinterkopf und über Ihre Augen aus.
Veränderungen der Muskelaktivität sind im Hinblick auf die Wirbelsäulenschmerzen besonders wichtig
Z.B. führen Rückenschmerzen zu Veränderungen der Rumpfmuskulatur. Diese helfen anfänglich dem Gehirn, den Rumpf zu stabilisieren, manchmal jedoch lässt der Schmerz nach, aber die Muskulatur normalisiert ihre Aktivität nicht mehr. Dies wiederum kann den Druck auf wirbelsäulennahe Strukturen erhöhen, die Kontrollmöglichkeiten des Nervensystems über die Muskulatur werden geringer, dass Verletzungsrisiko steigt, die Heilungstendenz sinkt.
Langanhaltende motorische Veränderungen können dazu führen, dass sie sich anders verhalten. Eine andere Haltung einnehmen, sich anders bewegen oder gar anders sprechen. Wenn einmal diese neuen veränderten Bewegungsmuster gelernt worden sind, ist es schwer sie wieder zu verlernen. Es ist nicht schwierig jemanden mit einer alten Schulterverletzung an der Art und Weise zu erkennen, wie sie oder er die Wäsche aufhängt oder Menschen mit einer alten Knieverletzung daran, wie sie die Treppe heraufsteigen.
Muskelarbeit ist notwendig, damit Sie sich in Ihrer Umwelt orientieren und mit ihr auseinandersetzen können. Mit Muskeln können wir laufen, sprechen, lachen, lügen, zwinkern oder weinen.
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